Island 1998
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Nach und nach trudeln gut ein Dutzend Womos, jede Menge z.T. martialisch ausgestattete Geländewagen und einige Motorradfahrer ein. Nicht alle an Bord überstehen die Überfahrt zu den Faroer-Inseln ohne ... Wir haben vorgesorgt und sicherheitshalber etwas gegen Seekrankheit eingeworfen. Gut geschlafen haben wir dennoch nicht, da Schnarcher in unserer 9 Bett-Kabine sägten ... so konnte ich mich ausgiebig mit den Unterschieden zwischen stampfen, schlingern und gieren beschäftigen.
Wir
sind als letzte in aller Ruhe aus der Fähre rausgefahren, etwas amüsiert
über zwei Hektiker, die sich auch prompt 'ne Macke ins Womo gefahren
haben. Wir nutzen die 2 1/2 Tage Aufenthalt auf den Faroer für eine
Tour über die Insel (Torshavn, Lagnar, Kvivik, Vestmanna, Kollafjördur,
Hvalvik...). In der Bucht von Tjornuvik wurde übernachtet. Anderntags
böse Überraschung... unser Trumle startet nicht, da die Batterie
vollkommen leer war (vermutlich habe ich das Abblendlicht nicht ausgeschaltet?!).
Zu unserem Glück kommt zufällig gerade der Linienbus ins sonst
menschenleere Dorf gerollt und zieht uns rückwärts den Berg
hoch. Ich lasse Trumle rollen... in der Aufregung verpenne ich, zuerst
die Wegfahrsperre außer Gefecht zu setzen, so dass Trumle schon
fast wieder unten angekommen ist, bevor er endlich beim dritten Startversuch
anspringt. Wir entschließen uns die Nachbarinsel Eysturoy zu erkunden
- Batterie laden. Durch dicke tanzende Nebelschwaden, vorbei an in Felsnischen
kauernden Schafen geht's Richtung Eidi über den Pass nach Gjogv.
Auf der anderen Seite scheint die Sonne.
Übernachtet
haben wir dann auf dem Parkplatz neben einer kleinen Kirche in... Bevor
es wieder auf die Fähre geht, kleiner Stop an der Müllverbrennungsanlage
in Tomingarstot, wo man sein Trumle kostenlos ent- und versorgen kann.
Zum Shoppen ging's dann nach Torshavn.
Zugegeben,
wir waren etwas überrascht, als wir bei strahlender Sonne (20°C)
in den Hafen von Seydisfjördur einfuhren und hinter der hellblauen
Wellblechkirche des Ortes die für unseren Geschmack doch noch ziemlich
schneebedeckten Gipfel des nur 620 m hohen Passes erblickten. Wir hatten
uns schon zu Hause überlegt, Island von Norden her zu umrunden, weil
das Wetter dort zu dieser Jahreszeit besser sein soll. Unsere (Theos!)
Hoffnung war, einige besonders interessante Hochlandstrecken fahren zu
können. Nachdem wir die obligatorische Dieselsteuer für die
Dauer unseres Aufenthaltes entrichtet hatten ging's zur Zollkontrolle.
Der Zoll akzeptiert nur Cash, man tauscht daher besser gemeinsam mit anderen
Mitreisenden an Bord der Norröna, da der Kurs dann etwas besser ist.
Uns schwante Schlimmstes, als die Zöllner vor uns den vollbepackten
PKW unseres Sprengmeisters komplett zerlegten. Aber wir hatten Glück
und wurden, wie die anderen Womos scheinbar auch, nur befragt. So ging's
dann Richtung Egilstadir 93 (Island Touring Map 1:500.000) über
den Pass. Von der Passhöhe genossen wir den Blick über Egilstadir
und den Lögurinn-See. Hier lernten wir auch Sven Strumann kennen,
der jedes Jahr mehrere Monate auf Island verbringt und daheim auch Diavorträge
hält. Von ihm stammte auch der Tipp, den Reiseteil unseres Reiseführers
(Titz, Reise Know-how 1. Aufl. 1997) getrost zu vergessen, da dieser auf
dem Stand von 1992/93 sei und alle dort als unpassierbar gekennzeichneten
offroad-trails (z.B. Kjölur) inzwischen größtenteils
geschottert, wenn nicht asphaltiert, die Furten überbrückt und
daher auch von uns fahrbar sind.
Außerdem sei der Winter recht schneearm gewesen und viele Furten die normalerweise zu dieser Jahreszeit noch ein Allradgefährt voraussetzten, seien passierbar. Im Verlauf des Urlaubs gewöhnten wir uns dann an, im Zweifelsfall einen isländischen Hochlandbusfahrer/ Touribusfahrer zu fragen. Egilstadir eignet sich gut um Diesel- und Bargeldvorräte aufzufrischen, und sich mit isländischen Lebensmittelpreisen anzufreunden (gut sortierter, für isländische Verhältnisse relativ preiswerter Supermarkt). Wir fuhren weiter zum Lögurinn-See 931, wo wir unseren ersten isländischen Wasserfall erkunden wollten. Über einen z.T. recht steilen, ausgetretenen Fußpfad ging es entlang einer Schlucht zum Hengifoss (Foss=Wasserfall). Auf halbem Weg taucht ganz überraschend ein zweiter Wasserfall (Litlanesfoss) auf, der sich wasserreich in einem Kessel zwischen Basalt-Bleistiften in die Tiefe stürzt. Zu müde und hungrig vom Laufen, beschließen wir auf dem kleinen Parkplatz des Hengifoss direkt am See zu übernachten.
Wir
umrunden den Lögurinn-See und fahren auf einer von Lupinen gesäumten
Straße vorbei am schön gelegenen Camping Atlavik in Richtung
Vopnafjördur. Als wir die Ringstraße verlassen, beginnt eine
gut ausgebaute Schotterpiste 917, die uns über einen 700 m
hohen Pass (Hellisheidi) mit 14% Steigung und Schneefeldern durch wolkenverhangene,
schneebedeckte Gipfel führt. Hinter Vopnafjördur geht es auf
der 85 durch Geröllwüsten, Mondlandschaften über
die Ringstraße auf der Waschbrettpiste 864 zum Jökulsárgljúfur-Nationalpark.
Hier hat sich ein Gletscherfluß tief ins Lavagestein eingegraben
und einige der interessantesten Wasserfälle Islands (Dettifoss, Sellfoss,
Hafragilfoss, Rettarfoss) geschaffen. Zum erstenmal jonglieren wir bei
Geschwindigkeiten zwischen 20-80 km/h aus, mit welchem Tempo die Wellblechpiste
am angenehmsten zu fahren ist.
Am
Dettifioss (größter Wasserfall Europas) begrüßen
uns Schwärme von Zuck- bzw. Kriebelmücken, deren Anzahl Richtung
Myvatn bedeutend steigerungsfähig ist, wie uns ein bayrisches Ehepaar
mit Leihwagen prophezeit. Wir vermummen uns kurzerhand um uns den Dettifoss
anzusehen. Nur zögernd nähern sich Barbara, Gudrun und Marie
der beeindruckenden Fallkante. Gudrun (9) entdeckt "verschiedene Wasserschichten
- das schwere, das sofort tief fällt und leichteres Wasser in kleineren,
hellen Tröpfchen, das nicht mit hinuntergerissen wird, sondern einen
leichten weichen schwebenden Teppich bildet."
Da
die Mücken heute einen Ruhetag einzulegen scheinen und die Sonne
durchbricht machen wir uns flussaufwärts auf den Weg zum ca. 1 Stunde
entfernten Sellfoss. Unterwegs sammeln wir schwarzen Sand und die Kinder
spielen barfuß am Flussufer. Nachmittags, auf dem Weg nach Asbyrgi,
wo wir heute auf dem Campingplatz übernachten wollen, schauen wir
uns noch den Hafragilfoss an. Trotz der Unmenge an Wasserfällen die
Island zu bieten hat, sind wir immer wieder begeistert von deren ästhetischen
Vielfalt. Kurzer Stop an einer Tankstelle vor Asbyrgi, um noch etwas Lammfleisch
zum Grillen zu besorgen und den Pistenstaub vom Wagen zu waschen (kostenloser
Service in Island). Inmitten einer hufeisenförmigen Schlucht, umgeben
von einem kleinem Birkenwäldchen, liegt der Campingplatz.
Draußen ist es ungemütlich kalt und regnerisch und zu allem Übel haben wir Probleme mit der Heizung. Schon gestern abend roch die Heizungsluft irgendwie merkwürdig. Heute streikt die Heizung komplett und auf dem Display blinkt ein Fehlercode. Die Service-Hotline von Mercedes-Benz (0711/541154) hat es tatsächlich geregelt gekriegt, die Telefonnummer von Eberspächer (0711/939-00) ausfindig zu machen. Vor Montag erreichen wir dort natürlich niemanden. Nachmittags kommt die Sonne raus, wir sitzen draußen und erwandern uns später die Schlucht. Da die Sonne erst um Mitternacht untergeht und es auch dann noch recht hell ist, brechen wir erst sehr spät Richtung Hljodaklettar (Echofelsen F862) auf. Wir erkunden das faszinierende Labyrinth aus Basaltformationen. Ein Übernachtungsplatz findet sich gegen 23.00 Uhr auf dem Parkplatz des Rettarfoss.
Nochmals zurück zu den Echofelsen um die tags zuvor noch nicht erstürmten roten Rhyolithberge (Raudhólar) zu erklimmen. Nachmittags dann los - Richtung Husavik auf der 85 (da war mal Teer drauf) - wo wir eine Walbesichtigundstour geplant haben und eine Autowerkstatt aufsuchen wollen. Gegen 20.30 Uhr finden wir ein idyllisches Übernachtungsplätzchen hinter Husavik am See Botsnavatn.
Zuerst zur Post um mit Eberspächer zu telefonieren. Vermutlich ist ein Dichtring zwischen Brennkammer und Wärmeaustauscher defekt. Da es weder Niederlassung noch Vertragswerkstatt gibt, faxt Eberspächer uns eine zwölfseitige Reparaturanleitung zu. Der mitfühlende Postbeamte macht uns für das Fax einen Sonderpreis, schenkt unseren Kindern ein paar Postkarten und verkauft uns seine gebrauchte Simmi-card, da neue gerade ausgegangen sind. Der Postbote empfiehlt uns eine Werkstatt, bei der wir nachfragen. Wir können morgen kommen und selber am Auto schrauben. Da das Wetter saumäßig ist, wird die Walbeobachtung verschoben und wir fahren zu den heißen Quellen von Hveravellir. Zunächst frischen wir im örtlichen Gewächshaus unsere Gemüsevorräte auf, um danach im heißen Thermalbad baden zu gehen.
Wir sind in der Werkstatt und Theo liegt unterm Trumle und demontiert und zerlegt die Heizung. Es ist tatsächlich die Dichtung. Es gelingt dem Werkstattmeister bei VW in Reykjavik das Ersatzteil aufzutreiben (darauf hätte der Typ von Eberspächer auch kommen können), das per Eilkurier morgen früh ankommen soll. Nachmittags bei schlechtem Wetter Karten geschrieben und die 1907 erbaute Jugendstilkirche des Ortes besichtigt.
Das Ersatzteil ist tatsächlich eingetrudelt und ich mache mich an den Einbau. Die Leute aus der Werkstatt sind sehr hilfsbereit und gegen 12.30 Uhr läuft die Heizung zur Probe. Sie fährt hoch, kein Abgasgeruch, warme Luft strömt ins Trumle - alles scheint wieder o.k. zu sein. Nachmittags kraxeln wir mit unserem Trumle den 417m hohen Hausberg Husaviks hinauf. Von dort toller Rundumblick. Danach wurde der Hafenplatz Tungulending gesucht, wo es an der Steilküste Fossilienablagerungen geben soll. Nur durch Zufall entdecken wir die richtige Schotterpiste - ein Touribus, der das Schafsgatter zum Gehöft Tjöhöfn? passiert, verrät uns den Weg. Da wegen des stürmischen Wetters keine Boote zur Walbesichtigung rausfahren, beschließen wir eine letzte Nacht in Husavik zu verbringen, in der Hoffnung auf Wetterbesserung.
Nach
langem Hin und Her hat es doch noch geklappt. In Anbetracht des nicht
gerade geringen Wellengangs fahren wir nicht mit der Knörrin-Nussschale,
sondern mit einem größeren Schiff, von dem man auch eine bessere
Aussicht haben soll. Pustekuchen - wir sehen maximal für wenige Sekunden
die Fluken zweier Wale, zum Dank "füttern" wir sie, mit Ausnahme
von Theo, alle intensivst. Nachmittags entlang der mehrfach gestauten
Laxa mit ihren Lachstreppen auf der 856. Irgendwann ging es ohne
Allrad nicht mehr weiter und wir kehrten zurück auf die 87,
vorbei am Myvatn und dem Dampfkraftwerke Kröflustöd (818).
Aus allen Richtungen führen silbern schimmernde Rohre aus dem Erdinneren
heißen Dampf ins Kraftwerk. Übernachtung dann auf dem Parkplatz
der Leirhnjúkurspalte.
Frühmorgens
gegen 8.15 Uhr liegt alles noch in dichtem Nebel. Gegen 9.30 Uhr, als
die ersten Touribusse ankommen, läßt sich die Sonne sehen und
wir machen uns auf den Weg. Zunächst geht es durch meterhohe, grasbewachsene
Bodenaufwölbungen, die durch Frostaufbrüche entstanden sind.
Im Solfatarengebiet des Leirhnjúkur tauchen wir erstmals ein in
die faszinierende Welt blubbernder, nach faulen Eiern riechender Schlammtümpel
und kleiner Minikvulkane aus denen heißer Dampf zischt. Danach wandern
wir lange durch die sich anschließenden tiefschwarzen Lavafelder.
Nach kurzer Pause im Womo steigen wir zum gleich gegenüberliegendem
Kratersee Viti des Vulkans Krafla auf. Auch hier gibt es ein kleineres
Solfatarengebiet.
Nachmittags
dann aufgebrochen zum wohl bekanntesten Solfatarengebiet von Námaskarð,
wo wir den Berg Námakolla erklimmen und einen Super-Panoramablick
genießen. Direkt unter uns liegt die Blubberwelt Námaskarðs,
links davon der Krafla mit den Dampfwolken des Thermokraftwerkes. Auf
dem Bergrücken des Námakolla schillert das vulkanische Gestein
in kräftigen rotbraunen bis gelben Farben. Auch die nächste
Nacht wollen wir auf dem Parkplatz an der Leirhnjúkurspalte verbringen.
Heute
haben wir vor, den Myvatn zu umrunden und uns die drumherumliegenden Naturschönheiten
anzusehen. An der Grjótagjá, einer wassergefüllten
Erdspalte dessen Badetemperatur mit über 50°C allerdings zu heiß
ist, kommt Theo mit einem isländischen Busfahrer ins Gespräch,
der tags zuvor die F88 zur Askja gefahren ist. Theos Hoffnung,
zumindestens bis zum 1682m hohen Herdubreid zu kommen, zerschlägt
sich, da die Furten für unser Trumle zu tief sind. Ganze drei Stunden
marschieren wir durch die Lavaformationen von Dimmuborgir, hinauf zum
Kraterrand des Hverfell und wieder zurück.
Vom
Kraterrand hat man einen atemberaubenden Blick über den See und Dimmuborgir.
Wir können uns den teuren Rundflug schenken, den man am Flughafen
in Reykjahlid buchen kann. Auf dem Campingplatz Hlíd in Reykjahlid
genießen wir die Abendsonne und den prächtigen Ausblick auf
den See, während unser Grillfleisch vor sich hinbrutzelt.
Wir
beschließen, eine weiteren Tag hierzubleiben und uns heute den Höfti
Stadtpark (na ja!) und die Pseudokrater in Skútustadir anzuschauen.
So richtig toll wirken die Pseudokrater wahrscheinlich nur vom Flugzeug
aus. Aber 90,- DM pro Person sind uns dann doch etwas zu teuer! Auf dem
Weg um den See schauen wir Forellenanglern an der Laxa, dem ergiebigsten
Lachsgewässer Islands, zu. In der Nähe der Piste, die zum Sandvatn
führt, entdecken wir ein Wollgrasfeld und machen Rast. Morgen soll's
dann Richtung Godafoss, Sprengisandur weitergehen.
Frisch
geduscht auf den Weg zum Godafoss gemacht. Die Kids schlafen noch, obwohl
die 1 uns durchschüttelt. Theo beschließt, noch ein
"kleines" Stückchen Sprengisandur F26, bis zu den beiden
Wasserfällen Aldeyjarfoss und Hrafnabjargafoss zu fahren. Er kann
es einfach nicht lassen, Piste zu fahren. Erst mal auf der Sprengisandur
fährt er dann noch bis zu den heißen Quellen von Laugafell
F887. In der Nacht hat es angefangen zu schneien und zu allem Übel
ist die Standheizung wieder ausgefallen. Eine Reisegruppe die mit ca.
25 Islandponys unterwegs ist, wurde ebenfalls vom Schnee überrascht.
Gegen 9.00 Uhr spricht Theo kurz mit dem Reiseführer von "Island on a horseback", der uns beruhigt, da nur 100-200 Höhenmeter tiefer kein Schnee mehr liegt. Sie wollen die Pferde hinunterführen und raten uns den gleichen Weg zurück zu nehmen. Wir kämpfen uns durch einige kniehohe Schneeverwehungen, deren größte wir erst im zweiten Anlauf schaffen, bevor wir nach 4 Stunden (für ganze 80 km!) auf der F26 am Godafoss ankommen. Wir müssen Schlaf nachholen und machen ein kleines Nickerchen (3 Stunden!) bevor wir dann nach Akureyri durchstarten, wo wir vorm Touristenbüro übernachten.
Auf dem Hof einer Werkstatt zerlegt Theo nochmals die Standheizung und entdeckt eine verstopfte Dieselzufuhrleitung als Ursache für den erneuten Ausfall. Wir machen einen Stadtbummel, versorgen uns mit frischen Obst/Gemüse und besuchen noch den sehenswerten botanischen Garten "Lystigardun" Akureyris. Da wir alle ein wenig erkältet sind, fällt der Badetag im öffentlichen Schwimmbad aus. Unsere weitere Route führt uns entlang der abwechslungsreichen Steilküstenstraße 82 bis zu einem Tunnel ("einbreit bru" - einspurig) kurz vor Ólafsfjördur, wo wir auf einem Parkplatz direkt am Meer übernachten. Uns gegenüber hat ein niederländisches Ehepaar ihr Zelt aufgeschlagen. Sie sind mit dem PKW, Zelt und Kanu unterwegs und haben bereits zwischen Eisbergen gepaddelt und wollen nun zum Myvatn. Schade, mit unserem alten Bus konnten wir unser Kanu noch auf dem Dach transportieren. Für unser Trumle ist uns da noch nichts Passendes eingefallen.
Unser Tagesziel sind die heißen Quellen von Hverarvellier wo wir unser Bad nachholen wollen. Die Strecke nach Siglufjördur ist miserabel schlaglöchrig. Wir fahren durch dicke Nebelschwaden, es nieselt und um uns herum murmelt und gluckert es überall. Unser erster Halt gilt der alten Torfkirche "Hof" aus dem 16/17 Jahrhundert. Danach schauen wir uns das sehenswerte Museumsdorf Glaumbær an. Man bekommt eine recht gute Vorstellung davon wie die Menschen auf dem Hof im 18/19 Jahrhundert gelebt haben. Die Kjölurroute bis Hverarvellir verläuft ziemlich eintönig und gleicht einer Schotter-Autobahn. Dafür entschädigt uns ein heißes Bad im Pool von Hverarvellier, in dem man die Wassertemperatur mittels zweier Schläuche (heiß/kalt) im Becken regulieren kann. Wir kommen mit einer Studiosus-Reisegruppe ins Gespräch während wir im Pool vor uns hinschwitzen. Für zwei Wochen, Unterbringung immer in festen Unterkünften (Roteltours zeltet!), müssen sie - ohne Extras wie Rafting / Askiaausflug - 3700,-DM abdrücken. Zu viert haben wir für insgesamt 6 Wochen (4 Wochen Island) weniger als das Doppelte bezahlt.
Die
Fahrt führt zwischen zwei Gletschern, dem Langjökull im Osten
und dem Hofsjökull im Westen hindurch. Eine kleine Nebenstrecke,
die zum Hvitarvatn führt, ist für uns nicht fahrbar. Ein Waattest
ergibt, das die Wassertiefe der Svartá deutlich Stiefelhöhe
überschreitet. Kurz vorm Gulfosswasserfall beginnt eine Asphaltstraße
- wir erreichen scheinbar Touriland.
Der
Wettergott ist uns gut gesinnt. In der Gischt des Gulfoss bricht sich
das Sonnenlicht und ein farbenprächtiger Regenbogen steht über
dem Wasserfall. Etwas weiter und schon von weitem an seiner mächtigen
Wasserfontaine erkennbar spuckt der Strokkur alle 5-6 Minuten eine 10-20m
Wassersäule in die Luft.
Der
Geysir ist atemberaubend, für die kids das tollste bisher! Drei Stunden
später gegen 21.30 Uhr in Pingvellir angekommen, wo wir einen schönes
Plätzchen direkt am See fanden und während des Abendessens einer
durchs Wollgras tollenden Entenfamilie zuguckten. Gestört werden
wir von einem freundlichen Wächter des Nationalparks, der uns anspricht.
Sollten wir im Nationalpark übernachten wollen, bittet er uns zu
den ausgewiesenen nahegelegenen Plätzen zu fahren wo wir, gegen Gebühr,
übernachten könnten. Falls wir das Geld nicht ausgeben möchten,
was er verstünde, könnten wir außerhalb des Parks auch
einfach so stehen. Wir bleiben um am anderen Tag zu grillen.
Bei
strahlendem Sonnenschein unternehmen wir einen wunderschönen Sonntagsspaziergang.
Über eine kleine Holzbrücke geht es über eine kristallklare
20 m tiefe Schlucht, der Münzenschlucht. Marie, Gudrun und Barbara
werfen eine Münze in die Schlucht und haben einen Wunsch frei, wenn
sie diese bis zum Grund verfolgen können. Vorbei an der Pingvalla-Kirche
geht es zu den Spalten der Almannagja, die Europa und Nordamerika trennen.
Danach wollten alle schnell zum Campingplatz zurück zum grillen.
Erst gegen 17.30 auf der Kaldidalur 52 in Richtung Husafell
aufgebrochen, wo wir gegen 21.30 Uhr am Hraunfossawasserfall ankamen und
übernachteten.
Nach
dem Frühstück findet Theo ein schönes Plätzchen unter
Birken direkt am Wasserfall. Der Hraunafoss gehört für uns mit
zu den schönsten Wasserfällen Islands. Das Wasser ist wegen
der Mineralien tiefblau und sprudelt überall aus dem Felsen heraus.
Wir fahren weiter durchs Reykholtsdalur-Tal, wo es aufgrund zahlreicher
heißer Quellen viele Gewächshäuser gibt. Ganz in der Nähe
der beeindruckenden Deildartunguhver-Heißwasserquelle finden wir
ein Gewächshaus, wo wir uns reichlich mit Gemüse eindecken.
Wir fahren über 517/54/574 Borganes, vorbei an Arnastapi,
noch bis zum Parkplatz der Echohöhle Tröllakirkja.
Sofort
zum Strand, der aus schwarzen Kieselsteinen besteht, und übersät
ist mit alten rostigen Schiffswrackteilen. Die Rucksäcke vollgepackt
(mit Steinen) kamen wir zurück und mußten unsere Fracht erstmal
verstauen. Bei einer Familien-Haarschneideaktion genossen wir den Ausblick
auf den noch schneebedeckten Snæfellsjökull, an dessen Flanken
recht gut zu erkennen ist, wo die Lava heruntergeflossen ist. Wer dann
mit wem duscht, wurde durch Los entschieden. Marie sauer, da sie mit Papa
vorlieb nehmen mußte. Später meinte sie dann, sie dusche jetzt
immer mit Papa. Sie hätte ihm das nur kurz erklärt, wie Mama
das immer macht (duschen ohne Seife in die Augen zu bekommen) und dann
hätte er das viel besser gekonnt.
Heute
steht Reykjavik 574/57/56/54/1 auf dem Programm. Nach einiger Suche
finden wir einen Parkplatz in direkter Nähe des Tjörnin-Sees.
Entlang des Seeufers laufen wir zum Rathaus, wo wir ganz fasziniert von
der riesigen Reliefkarte Islands sind. Haargenau läßt sich
unsere bisherige Route verfolgen. Interessant auch die moderne Architektur
des Gebäudes, die Innen-Ausblicke auf moosbewachsene, wasserfallversehene
Betonaußenwände erlaubt. Danach bummeln wir durch die Stadt,
schauen kurz im Touribüro vorbei und geraten schließlich in
die Fänge einer der zahlreichen Souvenirläden. Gudrun und Marie
erstehen einen süßen Stoff-Puffin (made in Germany). Wenig
angetan sind wir von der Hallgrimskirche, die an isländische Naturlandschaften
mit ihren geometrisch angeordneten Basaltsäulen erinnern soll.
Spät
nachmittags fahren wir zum Warmwasserspeicher Perlan hinauf, der Reykjavik
und Umgebung mit Heißwasser versorgt. Unsere Kinder sind ganz begeistert
vom künstlichen Geysir in der offenen Eingangshalle... kein Vergleich
zum Geysir im Islandpavillion auf der Expo2000. Alle paar Minuten fängt
es zunächst zu brodeln an, dann schießt eine Wasserfontaine
vom Untergeschoß bis ins oberste Stockwerk empor. In der Cafeteria
ist eine Ausstellung einer deutschen Künstlerin zu bewundern, die
in Webarbeiten die Naturlandschaften Islands (Wasserfälle!) darstellt.
Von
der sechseckigen Aussichtsplattform oben auf den Wasserbehältern
hat man eine grandiosen Ausblick über Reykjavik und Umgebung. Zusätzlich
zu den in allen vier Himmelsrichtungen installierten Ferngläsern
gibt es Tonbandautomaten, die auf Knopfdruck in verschiedenen Sprachen
das jeweils zu sehende kommentieren. Besonders eindrucksvoll wirkt Perlan
mit der oben aufgesetzten gläsernen Kuppel in der Abenddämmerung.
Wir übernachten auf dem Parkplatz und genießen den herrlichen
Blick auf Reykjavik während die Sonne im Meer versinkt.
Wir
schauen uns noch einige schöne Häuser im Stadtzentrum an, besichtigen
die Hallgrimskirche von innen, bevor wir dann gegen 12.30 Uhr über
die 41/43, vorbei am Flughafen von Kevlavik zur Bláa Lónid
(Blauen Lagune) aufbrechen. Auf den ersten Blick wirkt der künstlich
entstandene See mit den Türmen des Geothermalkraftwerkes im Hintergrund
nicht gerade einladend.
Erst
mal drin im graublauen, etwa 40°C warmen, leicht salzigem Wasser läßt
es sich dann aber herrlich entspannen. Allerdings sollte man achtgeben
auf die spitzkantigen Lavafelsbrocken, die man im trüben Wasser nur
ertasten kann und sich den heißeren Bereichen nur vorsichtig nähern.
Dem feinen blauen Schlamm schreibt man heilende Wirkung zu, weswegen wir
uns natürlich gleich einschlämmten. Da wir unserem nächsten
Tagesziel, Landmannalaugar noch etwas näher kommen wollten starteten
wir durch 427/42/38/1/26/32 und übernachteten schließlich
am Hjalparfoss.
Auf der Suche nach dem Stöng Bauernhof an dem wir gestern wohl vorbeigerauscht sein müssen, gelangen wir irgendwie zur Schlucht Gjáin. Die Piste dorthin ist hundsmiserabel und wir wundern uns, warum die spitzen Lavasteine noch keinen Reifenschlitzer verursacht haben. Von oben kann man in den wunderschönen Kessel der Schlucht hinabsehen. Unten sieht man in der Ferne zwei Wasserfälle, deren Wasserläufe zusammenfließen. Dem Bauernhof Stöng, einer Rekonstruktion, können wir nach der Besichtigung von Glaumbær nicht mehr soviel abgewinnen. Vor Landmannalaugar suchen wir uns einen Picknickplatz direkt am Gletscherfluß und treffen auf Lillmor und Thomas die wir von der Fähre kennen (Lillmor Strumann, Reise Know-How "Island", S.170), mit denen wir uns beim Tee angenehm unterhalten.
Als
wir in Landmannalaugar ankommen, parken wir unmittelbar vorm Campingplatz,
noch vor den zwei Furten. Bevor wir es unüberlegt wagen durch die
Furten zu brettern, übernachten wir lieber davor. Jetzt schnappen
wir uns erst einmal unsere Badesachen um uns in die heiße Quelle
zu stürzen. Im Pool vergnügen sich vier Schweitzer Landroverfreaks
mit schwimmendem Bierkistchen beim Kartenspiel die Zeit. Auf dem Rückweg
kaufen wir bei einem fahrenden isländischen Händler frische
Forellenfilets und etwas Lachs. Hhmmm einfach köstlich! Von Händler
lassen wir uns auch erklären, wie man die Furten am besten meistert.
Später sitzt Theo an den Furten und studiert die verschiedenen Techniken
mit denen andere durch die Furten fahren. Am schärfsten ein Corsa-Leihwagen...
einfach mit Caramba geradeaus durch, dabei fast steckengeblieben. Als
der Typ aussteigt schwappt Wasser aus dem Auto.
Es
ist bewölkt und zwischendurch nieselt es. Dennoch brechen wir auf,
um die farbenfrohen Rhyolithberge und den riesigen Lavastrom Laugahraun
aus tiefschwarzen Obsidian zu erwandern. Unterwegs entdeckt Gudrun einen
"grünen" Berg, von dem sie eine "Probe" eintütet. Etwas brenzlig
wurde es zwischendurch, als wir vom Weg abkommen und einen steilen Hang
hochklettern müssen, um zum Wanderpfad zurückzukehren. Etwa
2 1/2 Stunden kraxeln wir herum, bevor wir uns auf den Rückweg durch
die Lavafelder machen. Theo um einen Stein schwerer, den er einfach nicht
liegenlassen konnte. Alle freuen sich schon aufs Mittagessen mit anschließender
Siesta und erneutem Poolbesuch. Inzwischen hat sich die Familie Graf aus
Waren mit ihren drei kleinen Kindern, unterwegs im Multivan mit Zelt,
zu uns gesellt. Abends laden wir sie auf ein Glas Wein ein und fallen
erst um 02.30 Uhr ins Bett.
Bevor
es auf der Landmannleid F23 weitergeht, stoppen wir noch kurz am
"Hässlichen See", umgeben von einem rot-schwarzen Lava-Berg. Dort
treffen wir auf eine Rotel-Gruppe (nasse Zelte!) die seit 11 Tagen in
Island sind und seitdem nur mieses Wetter hatten. Auf einer landschaftlich
reizvollen Strecke passieren wir mehrere kleinere und eine etwas größere
Furt. Gegen Mittag kommen wir am Seljalandsfoss 249 - Gudruns Wunschwasserfall,
weil man auch dahinter herlaufen kann - an. Theo ist jetzt, was Furtenfahrten
betrifft, richtig auf den Geschmack gekommen und wir beschließen
Richtung Pörsmörk F249 bis zum Lónid-Gletschersee
zu fahren.
Unterwegs
jede Menge Furten, z.T. bis zu 40 cm tief, die Männe alle zuerst
watend durchläuft. Auf dem Gletschersee des Gigjökull sehen
wir die ersten kleineren Eisberge schwimmen. Unser Rückweg führt
uns weiter, vorbei am Skogafoss 1 bis zum Parkplatz am Solheimerjökull.
Dessen Eis ist von schwarzen Ascheschichten früherer Vulkanausbrüche
durchzogen, eine düstere, unheimliche Atmosphäre liegt in der
Luft - wir schlafen dennoch ganz gut.
Zurück
zum Skogafoss, wo Barbara sich mit den Kindern ganz dicht an den Wasserfall
heranwagt und von dessen Gischt völlig durchnäßt wird.
Danach allemann die Treppen hinaufgeklettert, um die Aussicht auch von
oben zu genießen. Anschließend zum Heimatmuseum von Skogar,
wo Marie sich über die "ätzenden" Touris aufregt, die ihre Finger
nicht von den Ausstellungsstücken lassen können. Neben den alten
Torfhäusern gibt es auch neuere Holzunterkünfte und eine sehenswerte
kleine Holzkiche zu bestaunen.
Nachmittags
sehen wir uns das Kap Durhóley 218 mit seinem Felstorbogen
an, durch das man mit Amphibienfahrzeugen hindurchschippern kann. Vom
Kap hat man eine tolle Aussicht auf den schwarzen Strand Reynisfjara und
den drei der Küste vorgelagerten Felsnadeln von Vik.
In
der Nähe des Leuchtturms pirschten bzw. robbten wir uns auf allen
Vieren an die Felskante der Steilküste heran, um die niedlichen Puffins
zu beobachten. Übrigens stand auf der Menükarte des Perlan in
Reykjavik auch ein Gericht, dessen Fleischbeilage aus den niedlichen kleinen
Puffins bestand. Apropo essen - in Vik treffen wir die Warener im Supermarkt
wieder und verabreden für morgen einen Grillabend in Nationalpark
Skaftafell. Übernachtet auf einem Parkplatz am Ende der 215,
von dem aus es nur ein kurzes Stück bis zum Strand ist. Dort entdecken
wir Säulenbasaltfelsen zum Draufrumklettern und eine vom Meer unterspülte
riesige Höhle aus Säulenbasalt. Von den Felsen stürzen
sich Puffins hinaus aufs Meer, verfolgt von Raubmöwen, die sich einen
Leckerbissen erhoffen.
Gefrühstückt haben wir heute in Vik, von wo Amphibienfahrzeuge zum Kap Dyrhólaey starten. Das Wetter ist schlecht und wir beschließen zum Wasserfall Ófaerufoss F208 in der Eldja-Schlucht zu fahren. In der Ford-Werbung (promobil), ist der Ófaerufoss übrigens noch mit der Naturbrücke aus Basalt abgebildet, die im Frühjahr 1993 aber während der Schneeschmelze einstürzte. Unterwegs lesen wir zwei Tramper auf, die Island mit dem Fahrrad entdecken. Momentan haben die beiden aber die Nase vom Fahrradfahren voll und versuchen ihr Glück mit dem Daumen. Gemeinsam mit den Warenern, die unterwegs zu uns stoßen, wandern wir zum Wasserfall und finden auf dem Rückweg wieder ein paar tolle Steine. Einige Furten später sind wir im Skaftafell Nationalpark, wo wir unseren Grill ein letztes Mal aufbauen.
Vom
Campingplatz Skaftafell sind es etwa 1 1/2 Stunden Fußweg bis zum
Svartifoss-Wasserfall, der von regelmäßigen Basaltsäulen
wie Orgelpfeifen eingerahmt wird. Den Wasserfall zu fotografieren, ohne
irgendwelche Touristen mit abzulichten gestaltet sich recht schwierig,
da sie dauernd durchs Bild klettern. Nach dem Mittagessen dann weitergefahren.
Mittlerweile gießt es in Strömen und wir machen uns auf zum
Gletschersee Jökulsárlon. Dort angekommen sehen wir anfangs
von den riesigen Eisbergen die im Wasser schwimmen nur wenig.
Es
dauert lange bis es ein wenig aufklart und man die grau- bis hellblauen
Eisblöcke im 5°C kalten Wasser erkennen kann. Da man trotz Rettungsweste
nur kurze Zeit in dem kalten Wasser überlebt, führen die Ausflugsboote
stets ein Rettungsschlauchboot mit. In respektvollem Abstand fährt
man zwischen den Eisbergen umher, die sich jederzeit plötzlich drehen
können, bis an den Rand des Gletschers. Es dauert einige Jahre, bis
die z.T. hausgroßen Eisblöcke die vom Gletscher abbrechen abschmelzen
und auf der 100m tiefen Jökulsa ins Meer treiben. Das Wetter wird
nicht besser und wir entschließen uns noch ein paar km abzuspulen.
Es wird schon dämmerig als wir hinter Höfn rechts in eine Stichstraße
nach Stokknes fahren um einen Stellplatz für die Nacht zu finden.
Auf
der Suche nach einem Übernachtungsplatz hat es uns gestern in eine
skurrile Gegend verschlagen. Wir stehen am Fuße eines steilen Abhanges,
vor uns ein verlassenes Gehöft, auf der anderen Seite "Stokknes",
eine militärische Radarstation der Isländer, die im Dunkeln
ziemlich außerirdisch aussieht. Es ist schon fast stockduster, als
noch ein Pärchen im Mietfahrzeug sich nähert und ganz in der
Nähe ihr Zelt aufschlägt. Seit heut morgen regnet es ununterbrochen
und die Fahrt auf der 1 Richtung Egilstadir ist recht beschwerlich,
zumal zwischendurch immer wieder lange Schotterpassagen kommen. Nach 248
km erreichen wir gegen 17.00 Uhr Egilstadir, wo sich alle die zur Fähre
wollen, noch mal treffen, um zu tanken und die letzten Einkäufe im
Supermarkt zu erledigen. Es ist richtig was los. Ein letztes Mal wäscht
Theo den Dreck von unserem Trumle, bevor wir dann runter nach Seydisfjördur
fahren. In den letzten 4 Wochen sind wir 3805 km gefahren, überwiegend
Schotterpiste. Wir suchen uns ein Übernachtungsplätzchen an
der Straße nach Hánefstadir, damit wir morgen die in den
Hafen einlaufende Nörrona beobachten können.
Nebel
hängt über dem Tal, als die Nörrona langsam den Fjord hinaufgleitet.
Als sie anlegt, bricht die Sonne schon teilweise durch und es scheint
ein sonniger Tag zu werden. Diesmal wird uns die Nörrona ohne längere
Zwischenstops in "nur" 2 1/2 Tagen zurück nach Hanstholm bringen.
Für die Rückfahrt haben wir eine Kabine gebucht, und wir genießen
es sehr uns jederzeit zurückziehen zu können, ohne von Schnarchern
gestört zu werden. In Dänemark wollen wir noch einen kleinen
Zwischenstop einlegen und Legoland in Billund besuchen, um dann irgendwann
Montags zuhause einzutrudeln.